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10.000 €  Schmerzensgeld
Fall-Nr.: 100398  aus dem Jahr  2005 Stadt: Hof
Hauptverletzungen: HWS Distorsion mit cervikocephales Syndrom
Fallbeschreibung: Der Beklagte fuhr auf das Auto des Klägers, der Dachdecker war, auf. Der Kläger zog sich dabei eine HWS Distorsion zu. 15 Tage lang musste er deswegen eine Schwanze'sche Krawatte tragen. Er war zuerst drei Wochen lang arbeitsunfähig. Dann arbeitete er wieder mehrere Monate versuchsweise unter ärztlicher Betreuung. Danach war er drei Monate arbeitsunfähig krankgeschrieben. Später war er noch einmal arbeitsunfähig krankgeschrieben, wobei er sich in dieser Zeit teilweise auf Rehamaßnahmen befand. Danach konnte er dank einer Umschulung, einen anderen Beruf ausüben. Durch die HWS Distorsion hat sich beim Kläger ein cervikocephales Syndrom entwickelt, worunter der Kläger immer noch leidet. Es ist zwar rückläufig, hat aber einen chronischen Dauerzustand angenommen. Er leidet an Schmerzen und Schwindelanfällen. Bei der Bemessung wurde insbesondere berücksichtigt, dass der Kläger selbst zweieinhalb Jahre nach dem Unfall immer noch an Kopf und Nackenschmerzen leidet, wodurch er Schmerzmittel nehmen muss und ein Trainingsprogramm durchführen muss. Durch das chronische cervikocephalem Syndrom leider er immer noch an Schwindelanfällen, die ihm die Ausübung seines Berufes als Dachdecker unmöglich machen. Daher musste er über ein Jahr eine berufliche Umorientierung vornehmen, was in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit eine enorme psychische Belastung darstellt. Zudem wurde das Prozessverhalten des Beklagten berücksichtigt, der behauptet hat, dass es dem Kläger am Willen fehle gesund zu werden. Angesichts, dass der Beklagte den Unfall allein verschuldet hat, dem Kläger aus dem Unfall weit reichende Nachteile erwachsen sind, ist diese Anschuldigung nach der Beweisaufnahme nicht nur unhaltbar, sondern gegenüber dem Kläger auch absolut unangebracht.

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