Schmerzensgeld


40.000 € Schmerzensgeld ohne immateriellem Vorbehalt
Fall-Nr.: 104618  aus dem Jahr  2019 Geschlecht: weiblich       Geburtsjahr: 1981
Ausgangspunkt der Verletzung: Arzthaftung Mitverschulden: nein
Hauptverletzungen: Verspätete Brustkrebsdiagnose

Nebenverletzungen:

Todesfolge: nein
Anwalt: RAin Bals
Gesamtdauer der Krankheit: k.A. Dauerschaden: nein
Krankenhausaufenthalt: k.A. Minderung der Erwerbsfähigkeit keine
Arbeitsunfähigkeit: k.A. Geldrente monatlich in Euro: nein
Vergleich (gerichtlich)
Gerichtstyp: Landgericht Stadt: Bonn
Aktenzeichen Gericht: 3 O 44/17
Fallbeschreibung: Die noch junge Klägerin wurde wegen eines verdächtigen Knotens in der Brust von ihrer Frauenärztin zum Radiologen zur Mammasonographie und ggf. Mammographie überwiesen. Es wurde keine Mammographie veranlasst. Die Sonographie war unvollständig (keine Untersuchung der Axila) trotz wiederholter Überweisung zum Radiologen. Spätestens nach Größenzunahme des Knotens hätte eine Standbiopsie bei positiver Familienanamnese erfolgen müssen. Der radiologische und gynäkologische Sachverständige bestätigten im Beweistermin grobe Versäumnisse der Radiologen. Dennoch wären die Therapien auch bei frühzeitiger Erkennung der Klägerin nicht erspart geblieben. Allerdings hätte die Chance bestanden, dass die Brust nicht komplett hätte entfernt werden müssen. Die Gegenseite konnte insofern den Gegenbeweis nicht führen.



© 2008 Solacium GmbH | Alle Rechte vorbehalten |