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500.000 €  Schmerzensgeld
Fall-Nr.: 100437  aus dem Jahr  2002 Stadt: Hamm
Hauptverletzungen: Geistige und körperliche Schwerstbehinderung infolge fehlerhafter Geburtsbetreuung infolge Behandlungsfehler
Fallbeschreibung: Sofort nach der Geburt (Saugglockengeburt) wurde der Kläger in die Kinderklinik der Beklagten übergeben; er zeigte neurologische Auffälligkeiten. Dies wurde in den darauf folgenden Tagen mittels einer Ultraschalluntersuchung und einer Schädel-CT bestätigt. Der Kläger kann sich nicht aktiv fortbewegen, ist fast komplett blind, hat eine schwere Tetraplastik und leidet an kaum behandelbaren cerebralen Krampfanfällen; er ist schwerstbehindert. Der Beklagten ist organisatorisches Verschulden zuzurechnen, da die Geburt bis zum Eintreffen des Oberarztes von einem AiP mit Unterstützung einer Hebamme geleitet wurde. Der errechnete Geburtstermin war im Krankenhaus der Beklagten auf eine Woche später bestimmt worden. Dieser Termin war bei der stationären Aufnahme dann um zehn Tage überschritten. Desweiteren waren schon vor der Aufnahme pathologische bzw. präpathologische Veränderungen in CTG-Aufzeichnungen zu diagnostizieren. Es war nicht hinnehmbar und grob fehlerhaft über Stunden hinweg einem AiP und einer Hebamme die Betreuung des Klägers zu überlassen, sofern ein Facharzt im Krankenhaus anwesend war und sich jederzeit und schnell von der Entwicklung des Geburtsgeschehens überzeugen konnte. Der Oberarzt wurde zu Hause zu spät benachrichtigt. Dieser Behandlungsfehler führte zur schwersten Schädigung, zu einer weitgehenden Zerstörung der Persönlichkeit und Verlust der Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit. Der Kläger kann sich geistig und körperlich nicht entwickeln. Das Leben des Klägers ist weitgehend auf die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen, die Bekämpfung von Krankheiten und die Vermeidung von Schmerzen beschränkt.

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