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20.000 €  Schmerzensgeld
Fall-Nr.: 102539  aus dem Jahr  2017 Stadt: Bonn
Hauptverletzungen: Unterarmschmerzen und Bewegungseinschränkungen
Anwalt: RA Lattorf
Fallbeschreibung: Die Klägerin hatte in ihrer Kindheit einen unbehandelten Unterarmbruch. Sie hatte keine Schmerzen im Arm und konnte diesen gut bewegen. Dennoch riet man ihr aus kosmetischen Gründen zur Operation. Da die erste Operation nicht erfolgreich war, folgten drei weitere. Danach lag ein ständiger Dauerschmerz vor und eine Kraftlosigkeit des Unterarms. Der Sachverständige stellte in zwei der durchgeführten Operationen drei Behandlungsfehler fest, ohne dass es sich um einen groben Fehler handelte. Allerdings meinte er auch, dass die Fehler keine Auswirkungen hätten, da am Ende ein perfektes Operationsergebnis vorgelegen hätte. Auch ohne die Fehler wäre der Zustand derselbe. Ein Aufklärungsfehler verneinte er. Das LG schlug einen Abfindungsvergleich von 8.000,00 Euro vor. Nach intensiver Beschäftigung mit dem Gutachten und der medizinischen Literatur konnte das gutachterliche Ergebnis zumindest stark in Zweifel gezogen werden, so dass eine neue Begutachtung in der nächsten Instanz notwendig gewesen wäre. Aufgrund der dann schwierigen Vergleichsverhandlungen konnte am Ende die Abfindung auf 20.000,00 Euro angehoben werden. Vorliegend war der Sachverständige offensichtlich der Gegenseite zugeneigt. Hier zeigte sich wie wichtig der Einstieg in die medizinische Materie war, um trotz eines negativen Gutachtens zu einem guten Ergebnis zu gelangen.

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